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Aus einem Traum wurde Wirklichkeit PDF Drucken E-Mail

Von unserem Redaktionsmitglied Melanie Müller

Über 400 Schüler, Jugendliche und junge Erwachsene haben sich im Juni 2009 an der Abstimmung in der Buchener Frankenlandhalle beteiligt. Eine große Mehrheit wählte die Idee der Gruppe der Hauswirtschaftlichen Schule Buchen, die von einem Schüler- und Jugendbistro träumte, zum Sieger des FN-Fun-Projektes.

Buchens Bürgermeister Roland Burger freute sich damals mit der Klasse BKPI/1 und erklärte: „Ihr habt Euch viel vorgenommen. Ich wünsche viel Erfolg und bin gespannt, wie es weitergeht. Vielleicht treffen wir uns ja mal im ,La Push’.“

Am vergangenen Freitag war es so weit. Neben den FN-Jugendprojekt-Siegerinnen sowie den Schülern der beiden Folgejahre, die fleißig das ehrgeizige Ziel der Eröffnung vorangetrieben haben, waren auch die Sponsoren, Bürgermeister Roland Burger (so wie er es versprochen hatte) und die Fränkischen Nachrichten bei der Eröffnung in den Räumen der Hauswirtschaftlichen Schule (HWS) mit von der Partie.

„Ideengeber“

Die FN hatten nicht nur die Idee zu diesem außergewöhnlichen Projekt, sondern begleiteten es auch mit großem finanziellen und personellen Einsatz sowie ihrer geballten Medien- und Werbemacht. //„Gemeinsam mit den Partnern LpB (Landeszentrale für politische Bildung) und der Stadt Buchen sowie den beiden Sponsoren, der Sparkasse Neckartal-Odenwald und dem OKW, haben wir die Buchener Jugend erfolgreich dazu animiert, an einem politischen Prozess mitzuwirken. Doch wir sind noch lange nicht am Ende“, hatte Chefredakteur Dieter Schwab damals erklärt und darauf hingewiesen, dass es für die Siegergruppe nun gelte, zu beweisen, dass aus einem Traum auch Wirklichkeit werden kann.

„Wichtige Partner“

„Wir wollten Euch praktisch erfahren lassen, was Demokratie ist“, erklärte der Chefredakteur bei der Feierstunde am Freitag. Dabei hätten die FN das Glück gehabt, „dass wir neben Gerhard Stock, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, auch OKW-Geschäftsführer Christoph Schneider begeistern konnten“, die zusammen 7000 Euro für den Projektsieger zur Verfügung stellten. Als weiteren „wichtigen Partner“ bezeichnete Schwab Wolfgang Berger und dessen Team von der LpB – aber auch die Stadt Buchen.

„Ich habe den Gewinnern damals schon prophezeit, dass es nicht einfach werden wird. Sie haben die Herausforderung angenommen. Und das Ergebnis können wir heute bestaunen“, so Schwab der hinzufügte: „Ich bin richtig stolz auf Euch.“

„Stolpersteine“ überwunden

Die Schülerinnen freuten sich über dieses Lob – und fanden das Ergebnis „einfach super“. Mit Eifer hätten sie sich nach dem Sieg an die Arbeit gemacht und dabei so manchen „Stolperstein“, wie das Raumproblem, das fehlende betriebswirtschaftliche Wissen und die mangelnde Erfahrung, aus dem Weg geräumt.

„Ich habe Euren Elan bewundert“, zollte Schulleiterin Marietta Bangert ihren „Schützlingen“ Lob – ebenso wie Lehrerin Stefanie Bauer, die ihre Schüler in all dieser Zeit mit großem Engagement begleitet hat. „Gut Ding braucht Weile“, so die Bilanz von Bangert, die das Projekt noch einmal Revue passieren ließ – von der Entwicklung der Idee im April 2009 bis zur Eröffnung, die nun zu Beginn des Schuljahres 2011/12 erfolgte.

Anschließend dankte sie „Ideengeber“ Dieter Schwab sowie Bürgermeister Burger („Die Stadt war der richtige Partner“) und Wolfgang Berger von der LpB, einem weiteren Befürworter des „FN-Jugendprojektes im Superwahljahr 2009“. Worte des Dankes gingen zudem an Gerhard Stock von der Sparkasse und Christoph Schneider von OKW Gehäusesysteme.

Beim FN-Fun-Projekt sei es darum gegangen, dass Jugendliche etwas für Jugendliche initiieren. Das sei hervorragend gelungen. „Sie waren sehr erfolgreich – und haben nicht nur gelernt, sondern auch gehandelt“, so Bangert an ihre Schüler gerichtet.

Dem konnte sich Jürgen Gomell vom Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises als Schulträger nur anschließen. Er übermittelte die Grüße von Landrat Dr. Achim Brötel und freute sich mit allen Beteiligten, dass die HWS nun über ein Bistro als „Dreh- und Angelpunkt“ für die Jugend verfügt, lobte die „aktive Schulgemeinde“ und wünschte den Schülerinnen „gute Geschäfte“ mit dem „kleinen Juwel“.

„Toll! Ihr habt es geschafft – mit langem Atem“, würdigte schließlich Buchens Bürgermeister das Engagement der FN-Fun-Gewinner. Das Projekt habe vor zwei Jahren nahezu zeitgleich seinen Anfang mit einem größeren städtischen Projekt, der „Zukunftswerkstatt“ (die FN berichteten), genommen. „Wir haben damals überlegt, wie Buchen im Jahr 2020 aussehen könnte“, blickte Roland Burger zurück. Ein Thema sei „Die Jugend in Buchen“ gewesen. Und just in dem Moment sei der Chefredakteur der FN auf ihn zugekommen mit seiner Idee, Jugendliche an einem demokratischen Prozess mitwirken zu lassen.

Mit LpB, Sparkasse und OKW habe man wichtige Unterstützer des Jugendprojektes ins Boot geholt, die wie die FN „Wort gehalten“ und mit dem Bistro „etwas Tolles“ auf die Beine gestellt haben. Namens der Stadt gratulierte er allen Beteiligten.

Die Stadt hat dreifach gewonnen

Und ließ es sich nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass die Stadt dank des FN-Projektes „noch mehr gewonnen hat“. Außer dem Bistro seien nämlich weitere gute Ideen in die Tat umgesetzt worden: So gebe es einen Schülerrat – und im Rahmen des Buchener Vorsommerfestes ein Jugendfestival, bei dem junge Bands ihr Können unter Beweis stellen dürfen.